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Kfz-Innung Wiesbaden-Rheingau-Taunus verabschiedet neue Fachkräfte in die Berufswelt

Wiesbaden, 11. September 2026. 

Bei ihrer diesjährigen Freisprechungsfeier hat die Kfz-Innung Wiesbaden-Rheingau-Taunus zahlreiche Nachwuchskräfte der Kfz-Mechatronik offiziell aus ihrer Ausbildung entlassen. Die feierliche Veranstaltung fand in der Friedrich-Ebert-Schule statt, die den frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen über dreieinhalb Jahre hinweg als zentraler Lernort gedient hatte. 

Obermeister Miroslav Ninkovic, der gut gelaunt durch den festlichen Abend leitete, begrüßte die Absolventinnen und Absolventen gemeinsam mit ihren Familien sowie zahlreiche Gäste aus Politik und Handwerk. Ebenso begrüßte er die zahlreich vertretenen Mitglieder der Prüfungsausschüsse und bedankte sich bei ihnen für ihren unermüdlichen Einsatz.

Unter den Ehrengästen befand sich auch Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, der in einem herzlichen Grußwort direkt das Wort an die jungen Absolventen richtete. Mende betonte dabei nachdrücklich, dass diese Freisprechungsfeier etwas ganz Besonderes sei, da sie einen entscheidenden und prägenden Meilenstein im Berufsleben der Jugendlichen markiere. Zudem hob er hervor, dass das Handwerk seit jeher ein unverzichtbarer und starker Partner der Kommunalpolitik sei. Dass junge Menschen in der Stadt die absolut besten Möglichkeiten vorfinden, um ihre Ausbildung erfolgreich zu absolvieren, lasse sich aktuell besonders gut am modernen Schulneubau erkennen. Im Namen der Stadt Wiesbaden beglückwünschte der Oberbürgermeister alle Absolventen herzlich zu ihrer herausragenden Leistung.

Der stellvertretende Schulleiter der Friedrich-Ebert-Schule, Ivo Eick, richtete ebenfalls ein großes Dankeschön an alle Beteiligten. Sein besonderer Dank galt den Ausbildungsbetrieben sowie den Lehrkräften der Schule, die den jungen Menschen mit viel Engagement großartige Zukunftsperspektiven bieten – eine wichtige Investition, von der letztendlich die gesamte Gesellschaft nachhaltig partizipiert. Gleichzeitig wandte sich Eick an die Familien und Angehörigen: Er betonte, dass sie voller Stolz auf ihre Kinder und Partner blicken können, die als ehemalige Schüler nun offiziell als Junggesellinnen und Junggesellen erfolgreich in das Berufsleben entlassen werden.

Pierre Schlosser, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Wiesbaden, hob die zentrale Bedeutung einer solidenBerufsausbildung im Handwerk hervor. Eine erfolgreich abgeschlossene Lehre legt das Fundament für eine krisensichere Karriere und öffnet Türen zu zahlreichen Entwicklungsmöglichkeiten. Mit dem Gesellenbrief in der Tasche stehen den Absolventen vielfältige Wege der Weiterbildung offen, bei denen insbesondere die Qualifikation zum Handwerksmeister eine Schlüsselrolle einnimmt.

Wachsende Branche im Wandel

In seiner Festrede untermauerte Obermeister Ninkovic, dass die Kfz-Mechatronik derzeit einen spürbaren Zulauf erlebt: Bundesweit werden so viele neue Ausbildungsverträge geschlossen wie seit Jahren nicht mehr, und auch der Anteil junger Frauen im Beruf wächst kontinuierlich. Zugleich verändere sich das Berufsbild rasant – weg vom klassischen Schraubenschlüssel, hin zu hochentwickelter Diagnosesoftware, vernetzten Systemen und komplexer Hochvolttechnik. Elektromobilität, autonomes Fahren und Künstliche Intelligenz gehörten für die neue Generation von Kfz-Mechatronikerinnen und ‑Mechatronikern längst zum gelebten Berufsalltag.

Den Absolventinnen und Absolventen gab Ninkovic drei fundamentale Werte mit auf den zukünftigen Weg: Fairness, Ehrlichkeit und Verlässlichkeit – als unverzichtbare Grundlage für das Vertrauen, das Kundinnen und Kunden dem regionalen Handwerk täglich entgegenbringen.

Prüfungsbeste feierlich ausgezeichnet

Ein besonderer Höhepunkt war die Ehrung der drei besten Absolventen des aktuellen Jahrgangs, die mit hervorragenden Ergebnissen glänzten:

  1. Platz: Francesco Pio Veneziano (Ausbildungsbetrieb: Scherer und Rossel GmbH, Wiesbaden)
  2. Platz: Yan Hertling (Ausbildungsbetrieb: Scherer und Rossel GmbH, Wiesbaden)
  3. Platz: Fabian Hahner (Ausbildungsbetrieb: Merbag GmbH, Wiesbaden)

Die Merbag GmbH wurde für ihre hervorragende Ausbildungsarbeit mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Dass die jungen Fachkräfte so erfolgreich ins Berufsleben starten, ist maßgeblich dem Engagement des Ausbilders Michael Engelmann zu verdanken, der die Urkunde stellvertretend für den Betrieb entgegennahm.

Auch die Scherer und Rossel GmbH erhielt eine Ehrenurkunde für ihre hervorragende Ausbildungsarbeit. Da die Ausbilder des Betriebs an diesem Abend nicht anwesend sein konnten, wurde ihnen die Urkunde im Rahmen der Wiesbadener Automobilausstellung überreicht.

Traditioneller und feierlicher Abschluss

Den emotionalen Höhepunkt des Abends bildete schließlich die traditionelle Freisprechung. Eingeleitet durch den historischen Freisprechspruch der Innung, wurden die jungen Fachkräfte feierlich aus dem Lehrlingsstand entlassen und offiziell zu Gesellinnen und Gesellen ernannt.

Im Anschluss an den offiziellen Teil ließen die stolzen Absolventinnen und Absolventen, ihre Familien und die geladenen Gäste den Abend bei einem gemeinsamen Imbiss und anregenden Gesprächen harmonisch ausklingen.

Für den musikalischen Rahmen des Abends sorgte die Schülerband der Gutenbergschule. Mit schwungvollen Beiträgen setzten die jungen Nachwuchsmusiker immer wieder Akzente, lockerten die Veranstaltung auf und sorgten für eine gelöste, festliche Stimmung im Saal. Das Publikum dankte den Auftritten mit viel Applaus.

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