Pkw-Neuzulassungen stabil - Diesel-Talfahrt

Ein nahezu stabiler Pkw-Markt in Hessen im Februar mit 27.592 Pkw-Neuzulassungen und einem marginalen Minus von 0,2 Prozent ist wieder von drastischen Verlusten beim Diesel getrübt worden. 9.668 Diesel-Verkäufe seien ein Minus von 23,3 Prozent. Jürgen Karpinski, Präsident des Kfz-Landesverbandes, verwies auf die Diesel-Zulassungen im Februar 2016 mit 13.300 Verkäufen. Im Vorjahr seien es noch 12.520 Erstzulassungen gewesen. Wörtlich sagte er: "Die Talfahrt droht zum Absturz zu werden."

Im auffälligen Gegensatz zum Diesel habe der Benziner um 18,6 Prozent auf 17.007 Neuzulassungen zugelegt. Dabei sei ein erneuter Anstieg der privaten Käufe um rund 22 Prozent der "Motor des vorgezogenen Autofrühlings beim Benziner zu sein". In die Verlustreihe der hessischen Februar-Bilanz habe sich auch der batteriebetriebene Pkw mit 244 (Vorjahr: 328) Erstzulassungen platziert.

Auf der Habenseite der Februar-Bilanz stünden nach den aktuellen KBA-Länderzahlen sowohl der Hybrid-Pkw mit 562 Verkäufen, davon 172 Plug-in-Hybride, und auch erdgasbetriebene Neuwagen mit 82 (Vorjahr: 10) Verkäufen. Ob diese Vorboten einer "Renaissance des Gas-Pkw sind, muss abgewartet werden", sagte Karpinski.

Der Jahresstart 2018 ist im Automarkt Hessen den Worten Karpinskis zufolge mit einem Verkaufsplus von rund 1.300 Fahrzeuge auf 54.461 Erstzulassungen mit einer deutlichen Trübung gelungen. Kumulativ liege der Diesel jetzt nämlich mit 22,2 Prozent im Minus. Die Diesel-Quote sei auf 35 (Vorjahr: 45,3) Prozent abgerutscht.