Interesse an der E-Prämie steigt

 

Das Interesse an der finanziellen Unterstützung durch Staat und Hersteller beim Kauf von Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen ist im September in Hessen deutlich gestiegen 426 (Vormonat: 355) Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sind eine Steigerung um rund zwanzig Prozent. Jürgen Karpinski, Präsident des Kfz-Landesverbandes Hessen, sagte, diese Monatsbilanz könne nicht darüber hinweg täuschen, dass wichtige Impulse im Geschäft mit Elektro-Fahrzeugen erst im kommenden Jahr zu erwarten seien.

Karpinski erinnerte daran, dass der Flottengrenzwert im kommenden Jahr 95 Gramm CO2 pro Kilometer betragen werde. Dies erfordere deutlich höhere Verkaufs- und Zulassungszahlen von E-Fahrzeugen. Die aktuelle finanzielle Unterstützung beim Kauf von E-Fahrzeugen und Plug-in-Hybriden habe im September in Hessen für 241 (Vormonat: 218) rund 880.000 Euro betragen. Der Kauf von 184 (Vormonat: 136) Hybrid-Fahrzeugen sei in Hessen mit rund 550.000 Euro gefördert worden.

Mit Hinweis auf das Klimapaket der Bundesregierung sprach sich Karpinski für eine technologieoffene Förderung von Maßnahmen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes von Kraftfahrzeugen aus. Synthetische Kraftstoffe sollten die gleiche Förderung erfahren wie die Elektromobilität. „Für uns sind die synthetischen Kraftstoffe als CO2-neutrale Technologie ein Faktor, dem bisher viel zu wenig Beachtung geschenkt wird“, sagte er. Anreize zur stärkeren Verbreitung der lokal emissionsfreien Batteriefahrzeuge seien durchaus sinnvoll, aber keineswegs ein Königsweg.