Wiesbaden, 13.01.2022. Vor mehr als fünf Jahren zögerlich gestartet, jetzt mit Steuer-Milliarden in Hessen und im Bund auf Rekordhöhen. Bei der staatlichen Kaufprämie für Elektroautos hat es im vergangenen Jahr einen Boom gegeben. Die Zahl der Anträge stieg bundesweit um mehr als das Doppelte auf einen Rekord von rund 625.000. Wie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mitteilte, seien dies mehr als drei Milliarden Euro Fördermittel.


In Hessen ging das Jahr 2021 mit Rekorden in der Erfolgsgeschichte der Innovationsprämie zu Ende, wie Jürgen Karpinski, Präsident des Kfz-Landesverbandes Hessen, mitteilte. Allein im Dezember habe es mit 7.113 (Vorjahr: 4.607) Anträgen auf die Förderung das stärkste Ergebnis des Vorjahres gegeben, das sich aus 3.583 Prämien für reine batteriebetriebene Pkw (BEV) und 3.530 Anträgen für Plug-in-Hybride (PHEV) zusammensetzte.


Das Jahresergebnis 2021 bilanzierte für Hessen „in einem bitteren Autojahr mit starken Rückgängen bei den Pkw-Neuzulassungen“ mit 53.597 Prämien eine Steigerung um rund 160 Prozent gegenüber 2020. Damit seien rund 260 Millionen Euro aus der Staatskasse und etwa 130 Millionen Euro von Automobilherstellern zur Förderung von Elektro-Fahrzeugen nach Hessen geflossen.


Karpinski verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die Innovationsprämie bis Ende 2022 verlängert worden sei. Käufer von rein elektrisch betriebenen Elektrofahrzeugen bekämen damit vorerst weiter eine Förderung bis zu 9.000 Euro. Bei Plug-in-Hybriden gebe es bis zu 6.750 Euro. Karpinski: „Wenn die politischen Ziele der Elektromobilität bis 2030 mit 15 Millionen Fahrzeugen im Bund – das wären 1,2 Millionen in Hessen - erreicht werden sollen, darf es keinen Rotstift bei der Innovationsprämie geben. Plug-in-Hybride sind Türöffner zur elektrischen Mobilität“.