E-Mobilität mit starkem Dezember

 

Der Jahresabschluss für die Elektroprämie war im hessischen Automarkt durchaus versöhnlich. 638 (Vormonat: 360) Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) im Dezember lassen für das neue Autojahr 2020 hoffen. "Die Fördertöpfe sind noch immer gut gefüllt", teilte Jürgen Karpinski, Präsident des Kfz-Landesverbandes Hessen mit dem Hinweis mit, in Kürze werde es einen höheren Umweltbonus geben.

 Seit dem Start der Förderung im Juni 2016 habe es für Hessen 12.757 Anträge für reine Batterie- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge sowie wasserstoffbetriebene Wagen mit einem finanziellen Volumen von 46,1 Millionen Euro gegeben. Dies seien 3,8 Prozent aus dem mit 1,2 Milliarden Euro gefüllten Fördertopf, aus dem rund 600 Millionen Euro abgeflossen seien. Für das Autojahr 2019 bilanziere man für Hessen insgesamt 5.580 Prämien mit 20,3 Millionen Euro Fördergeld.

 Die beim Klimagipfel im Vorjahr beschlossene höhere Förderung sieht vor den Umweltbonus für rein elektrische Fahrzeuge von 4.000 auf 6.000 Euro und für Plug-In-Hybride von 3.000 auf 4.500 Euro bei einem maximalen Nettolistenpreis von 40.000 Euro zu erhöhen. Über einem Nettolistenpreis von 40.000 bis maximal 65.000 Euro soll der Umweltbonus für rein elektrische Fahrzeuge 5.000 Euro und für Plug-In-Hybride 3.750 Euro betragen.

 Gemeinsam mit den verschärften Grenzwerten im Flottengeschäft ab 2021werde der hohe Umweltbonus der Elektromobilität einen Schub geben können. Karpinski sagte, bei allen Klimadiskussionen bleibe das Kfz-Gewerbe bei seiner Position, dass die einseitige Förderung einer Antriebsart marktpolitisch falsch sei.