Wiesbaden, 17.01.2022. Das Autojahr 2021 ist für den hessischen Pkw-Markt mit roten Zahlen zu Ende gegangen. Minus 13 Prozent auf 25.409 (Vorjahr: 29.221 - 2019: 31.269) Pkw-Neuzulassungen im Dezember meldete die Länderstatistik des KBA für Hessen. Einzige Lichtblicke waren Elektro-Pkw. Jürgen Karpinski, Präsident des Kfz-Landesverbandes Hessen, sagte zur aktuellen Lage, der Vergleich zum Dezember 2020 sei verzerrt, weil im vorletzten Jahr die Mehrwertsteuersenkung für Kaufimpulse gesorgt habe, die Lage bleibe massiv angespannt. Dies zeige auch der Blick auf das „Normaljahr 2019“.

Das Jahresergebnis 2021 weise mit 276.989 (Vorjahr: 298.552 - 2019: 388.753) Zulassungen einen Rückgang von 7,2 Prozent aus. Verbrenner bilanzierten zweistellige Minuszahlen, Elektro-Pkw hohe zweistellige Zuwächse. Die Statistik für 2021 zeige 115.475 (Vorjahr: 148.592) Benziner und 53.809 (Vorjahr: 85.469) Diesel.

Dem stünden mit 33.727 (Vorjahr: 15.496) reine batteriebetriebene Neuwagen (BEV) und 32.006 (Vorjahr: 17.336) Plug-in-Hybride (PHEV) gegenüber. Dies seien Steigerungen um 117,6, bzw. 80,5 Prozent. Im Dezember hingegen, sagte Karpinski, seien Elektro-Pkw „auf ihrem subventionierten Höhenflug“ geblieben: 4.918 (Vorjahr: 3.751) neu zugelassene Stromer und 3.544 (Vorjahr: 2.973) Plug-in-Hybride zeige die Monatsstatistik.

Karpinski erklärte abschließend, der Blick nach vorn lasse noch keine Entspannung erkennen, auch wenn der Auftragsstau im Dezember mit einem zweistelligen Plus größer geworden sei. Die Halbleiter-Krise und die unterbrochenen Lieferketten belasteten das Geschäft in den Autohäusern stark. Besserung sei im zweiten Halbjahr des neuen Autojahres denkbar.